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Es
war einmal… So beginnen eigentlich die Märchen. Vor 22 Jahren bin ich
ungewollt SSES-Mitglied geworden. Dabei wollte ich nur die Zeitschrift
abonnieren. Ich hatte ein zerfallenes Abbruchobjekt gekauft und interessierte
mich für Solarenergie und Baubiologie. An der Hauptversammlung lernte ich die
engagierten Solarpioniere kennen. Das wirkte verheerend ansteckend und prägte
mein Denken und Handeln nachhaltig. Am
eigenen Haus liessen sich viele Ideen realisieren. Die 24 Quadratmeter
Sonnenkollektoren wurden im Selbstbau erstellt und haben den Holzbedarf der Stückholzfeuerung
auf die Hälfte reduziert. Selbstverständlich laufen Geschirrspüler und
Waschmaschine direkt am Solarspeicher. Mit dem Messgerät fühlte ich den
Haushaltgeräten auf den Zahn und ersetzte sie nach und nach mit den besten Geräten
auf dem Markt. Ich wollte wissen, ob ich den Strombedarf für mein Haus unter
2000 Kilowatt pro Jahr bringen könnte. Dieser Zielwert wurde unterboten. Das
beweist mir, dass tatsächlich ein riesiges Energiesparpotential vorhanden wäre.
Der durchschnittliche Verbrauch liegt etwa dreimal höher. Wenn
wir die Energiepolitik nachhaltig verändern wollen, müssen wir bei den Jungen
ansetzen. Sie sind in ein paar Jahren die Entscheidungsträger. Darum sind mir
Jugendprojekte und das Engagement in der Lehrerbildung sehr wichtig. Zusammen
mit Karl Isler habe ich vor 16 Jahren den ersten Schweizerischen
Lehrerbildungskurs entwickelt. Seither liessen sich viele Lehrkräfte von
unserer Begeisterung anstecken. Daraus hat sich unter anderem das
Mini-Solarmobilrennen entwickelt, das 2007 erstmals in Form eines Schweizercups
ausgetragen wird. Es macht mich glücklich, wenn ich Familien sehe, die
gemeinsam an ihren Fahrzeugen herumtüfteln, wenn sie Vorrichtungen erfinden, um
die Solarzellen noch besser auszurichten, um die Energie noch effizienter zu
nutzen. Was hier im Spiel geschieht, hat auch eine Wirkung auf das eigene
Verhalten im richtigen Leben. Meine Tätigkeit im Vorstand der SSES hat zu bereichernden Freundschaften geführt, die mein Denken und Handeln entscheidend geprägt haben. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass erneuerbare Energie in jedem Haus und jedem Betrieb selbstverständlich wird. Mir ist es wichtig, dass ich ein Vorbild sein kann und dass ich selber auf dem Planeten Erde so wenig Spuren wie möglich hinterlasse – und jene, die ich hinterlasse, sollen so positiv wie möglich sein. Markus
Aepli
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