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Vor 18 Jahren wollte ich auf dem Elternhaus in Ermatingen eine
Warmwasser-Solaranlage errichten. Die Gemeinde war jedoch der
Ansicht, dass das bisschen Energiegewinn ein beeinträchtigtes
Ortsbild nicht aufwiegt. Visuelle- gegen Luftverschmutzung, Auge
gegen Lunge. Nach einem Jahr Rechtsstreit hatte dann aber doch die
Lunge gesiegt. Ein Jahr später realisierte ich noch eine 1.5 kW
Fotovoltaikanlage. Seit dieser Zeit bin ich auch Mitlied des SSES
und vor einem Jahr wurde ich in den Vorstand gewählt. Mein Anliegen ist es an der Wende vom Verschwendungs- ins Solare
Zeitalter mitzuwirken. Denn so, wie wir bis anhin Energie genutzt
haben, kann es nicht weitergehen. Wir kamen von der solaren Epoche
und der Weg führt auch wieder dorthin. Dazwischen hatten wir eine
verdammt tolle Zeit. Die verschiedenen Energieformen, die unser
Zentralgestirn uns zur Verfügung stellt sind umweltverträglich.
Unsere Gegner behaupten, Sonnenenergie bringt zu wenig. Aber man
bedenke: Über Millionen Jahre hinweg sind durch die Sonne Öl-,
Gas- und Kohlelagerstätten entstanden. In wenigen Jahrzehnten
werden diese Vorräte zur Neige gehen. Auf die Diskussion, ob es
dann ein paar Jahre früher oder später sein wird, sollten wir
uns nicht einlassen, sondern jetzt die Weichen stellen. Die
Energiewirtschaft vergleiche ich mit einem Sparbuch. Es gibt 2
Möglichkeiten mit dem Vermögen umzugehen. 1. Man bezieht jedes
Jahr einen Teil des Kapitals (Fossile Energie) und lässt es sich
Gut gehen. 2. Man greift nur auf die Zinsen (Sonnenenergie) zu und
muss haushälterisch damit umgehen. Welche Variante wird auf
längere Sicht zum Erfolg führen? Ja wir haben doch noch die Atomenergie werden jetzt einige einwenden.
Dazu ist folgendes zu bemerken. Auch diese Lagerstätten sind bald
ausgebeutet. Wie aber der strahlende Müll über Jahrhunderte
sicher weggeschlossen wird, kann und wird uns niemand vorhersagen
können. Unsere Energiezukunft muss nachhaltig werden, das heisst, wir verbrauchen
so viel wie auch erzeugt wird. Im Herbst haben wir wieder die Möglichkeit unsere National- und Ständeräte nach Bern zu wählen. Ein gut informiertes Volk wählt auch die Besten. Wir sollten deshalb nicht auf Propagandatricks der Energiemultis hereinfallen. Auf meiner Liste stehen die Kandidaten, welche die Klima-Charta befürworten. So habe ich die Gewähr Persönlichkeiten zu unterstützen, die langfristig einen gesunden Planeten im Auge haben. Hans Läubli, Mechaniker, Schiffländestr. 34, 8272 Ermatingen Tel. 071 / 664 18 0
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