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Vorstandsmitglieder der SSES-Nordostschweiz stellen sich vor:


Hans Läubli

Vor 18 Jahren wollte ich auf dem Elternhaus in Ermatingen eine Warmwasser-Solaranlage errichten. Die Gemeinde war jedoch der Ansicht, dass das bisschen Energiegewinn ein beeinträchtigtes Ortsbild nicht aufwiegt. Visuelle- gegen Luftverschmutzung, Auge gegen Lunge. Nach einem Jahr Rechtsstreit hatte dann aber doch die Lunge gesiegt. Ein Jahr später realisierte ich noch eine 1.5 kW Fotovoltaikanlage. Seit dieser Zeit bin ich auch Mitlied des SSES und vor einem Jahr wurde ich in den Vorstand gewählt.

Mein Anliegen ist es an der Wende vom Verschwendungs- ins Solare Zeitalter mitzuwirken. Denn so, wie wir bis anhin Energie genutzt haben, kann es nicht weitergehen. Wir kamen von der solaren Epoche und der Weg führt auch wieder dorthin. Dazwischen hatten wir eine verdammt tolle Zeit. Die verschiedenen Energieformen, die unser Zentralgestirn uns zur Verfügung stellt sind umweltverträglich. Unsere Gegner behaupten, Sonnenenergie bringt zu wenig. Aber man bedenke: Über Millionen Jahre hinweg sind durch die Sonne Öl-, Gas- und Kohlelagerstätten entstanden. In wenigen Jahrzehnten werden diese Vorräte zur Neige gehen. Auf die Diskussion, ob es dann ein paar Jahre früher oder später sein wird, sollten wir uns nicht einlassen, sondern jetzt die Weichen stellen. Die Energiewirtschaft vergleiche ich mit einem Sparbuch. Es gibt 2 Möglichkeiten mit dem Vermögen umzugehen. 1. Man bezieht jedes Jahr einen Teil des Kapitals (Fossile Energie) und lässt es sich Gut gehen. 2. Man greift nur auf die Zinsen (Sonnenenergie) zu und muss haushälterisch damit umgehen. Welche Variante wird auf längere Sicht zum Erfolg führen?

Ja wir haben doch noch die Atomenergie werden jetzt einige einwenden. Dazu ist folgendes zu bemerken. Auch diese Lagerstätten sind bald ausgebeutet. Wie aber der strahlende Müll über Jahrhunderte sicher weggeschlossen wird, kann und wird uns niemand vorhersagen können.

Unsere Energiezukunft muss nachhaltig werden, das heisst, wir verbrauchen so viel wie auch erzeugt wird.

Im Herbst haben wir wieder die Möglichkeit unsere National- und Ständeräte nach Bern zu wählen. Ein gut informiertes Volk wählt auch die Besten. Wir sollten deshalb nicht auf Propagandatricks der Energiemultis hereinfallen. Auf meiner Liste stehen die Kandidaten, welche die Klima-Charta befürworten. So habe ich die Gewähr Persönlichkeiten zu unterstützen, die langfristig einen gesunden Planeten im Auge haben.

Hans Läubli, Mechaniker, Schiffländestr. 34, 8272 Ermatingen   Tel. 071 / 664 18 0