Begrüssung durch
Gemeindeamann Storchenegger, Wängi
Er gratuliert zur
Fertigstellung der momentan grössten Photovoltaikanlage der
Ostschweiz. Im Jahre 2008 erfolgte die Anmeldung bei der
Gemeinde und für die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV).
Auf Anfang 2010 wurde die Anlage planmässig in Betrieb genommen.
Technische Daten von Hr. Marco Rall,
Windgate AG
Seine Firma hat
sich auf den Bau von grossen PV-Anlagen auf gemieteten
Dachflächen spezialisiert. Sie betreibt den
Immo-Energie-Kompetenzzentrum-Park an der Johnstrasse in St.
Gallen. Ein Besuch ist auf Voranmeldung während der
Geschäftszeiten jederzeit möglich.
Hier in Wängi wurde
ein Dachnutzungsvertrag über 4000 m2 abgeschlossen. Mit 32'000
Nieten wurden 8'000 Schienen für die Montage der Module auf dem
Dach befestigt.
Die Anlage musste bis Ende 2010 fertiggestellt sein. Andernfalls
wäre der 18 Prozent tiefere Vergütungsansatz zur Anwendung
gekommen, was die ordentliche Finanzierung in Frage gestellt
hätte. Um den Termin einhalten zu können, wurde in den Monaten
November und Dezember auch bei Schneefall und eisiger Kälte mit
Hochdruck montiert.
Die momentan grösste
Solarstromanlage der Ostschweiz produziert jährlich 430'000 kWh
Strom, was dem Verbrauch von 200 Haushalten entspricht.
Herr und Frau Frei, Eigentümer der
Solarstromanlage
Sie haben die neue Halle
gekauft und überlegten sich, was man mit dem Dach machen könnte.
Sie boten die Nutzung des Dachs im Internet an. Erste
Berechnungen lieferte die Firma Bach, für die das Projekt aber
zu gross war. Die Realisierung der momentan grössten
Solarstromanlage der Ostschweiz übernahm schliesslich die Firma
Windgate AG.
Herr Felix, Investor
Als Inhaber einer
Haustechnik-Firma mit 70 Fahrzeugen interessierte er sich für
die Möglichkeit seinen Betrieb CO2-frei zu halten und stellte
sich als Investor zur Verfügung.
Hr. Lukas Jarc, Energiefachstelle
Thurgau
Er orientierte über die verschiedenen Fördermöglichkeiten. Er
zeigte die 6 Schritte zum Fördergeld. Letztes Jahr konnten mit
24 Mio. Fr. über 2500 Gesuche berücksichtig werden.
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Bezogen auf die neue Anlage
erläuterte er, dass die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) eine
Verzinsung von 4% ermöglicht.
Hr. Hansjörg Walter, Nationalrat
Er erklärt, dass Wängi auch der
Sitz eines für die Photovoltaik bedeutenden Maschinen-Rings ist.
Dieser kauft in grossem Stil Solarzellen ein, konfektioniert diese
und montiert die Module mit Hilfe der beteiligten Bauern.
Bisher wurden 3,6 ha (entsprechend 3,6 Fussballfeldern oder 4,5
GW), Beznau 2 liefert 3000 GWh pro Jahr).
Als Nationalrat erläutert er die in
Bundes-Bern gehandelten Szenarien:
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Szenario 1: Förderung
alternativer Energien + Windenergie + Erdwärme. Gleichzeitig würden
7 veraltete Siedewasserreaktoren abgeschaltet und Inbetriebnahme
eines neuen „sicheren“ AKWs.
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Szenario 2: Kein AKW-Ersatz.
Umstieg auf andere Energien u.a. Gaskraftwerke, was aber
CO2-fördernd wäre. Zudem müsste weiterhin ausländischer Atomstrom
zugekauft werden.
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Szenario 3: Drei alte AKWs
sofort abschalten, die restlichen innert 12 Jahren. Der Ersatz des
Stroms wäre aber nicht gewährleistet.
Solar-Vortrag Max Meyer
Unter dem Titel „Die Sonne bringt
es ans Licht, an den Tag“ spannte der Referent den Bogen vom Beginn
der Menschheit bis heute mit Fokus auf deren Energie-Verbrauch und
die Ausbeutung der endlichen Ressourcen Kohle, Erdöl und Uran im
industriellen Zeitalter.
Nach einer Bestandesaufnahme wo wir heute stehen, wandte er sich
den Zukunftsaussichten in der Energiebeschaffung zu und zeigte, dass
unsere Enkel Solarenergie, thermisch und photovoltaisch als meist
genutzte Energien erleben werden. Interessant auch der Hinweis, dass
bereits im Jahre 2009 über 62% der in der EU neu installierten
Kraftwerksleistungen auf erneuerbare Energien entfielen.
Um 14:30 Uhr war Ende des offiziellen Teils. Die kleine
Festwirtschaft bediente die 30 Besucher mit Wurst und Getränk und
ermöglichte noch regen Gedankenaustausch an diesem herrlichen
Sommernachmittag.
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