SSES-Regionalbeilage
Nordostschweiz Nr. 6, Dezember 2009 - Seite
3 -
30 Jahre Biogas auf dem Waldhof Thayngen
Zu einem Tag der offenen Tür mit geführter
Besichtigung der Biogasanlage, einer Mini-Biogasanlage
auch für Kinder, der Geschichte der Biogasanlage Waldhof in Bildern und Wurst
vom Grill samt Getränken
lädt Hanspeter Neukomm Neukomm auf Samstag, 28. Nov. 09, 10 Uhr, ein.
Hanspeter
Neukomm, Zum Waldhof 120, 8240 Thayngen SH
Telefon: 052 / 649 19 81 E-mail:
neukommhp@bluewin.ch
| Einladung Seit 30 Jahren produziert Hanspeter Neukomm auf dem Waldhof in Thayngen Biogas und daraus Strom und Wärme. Um auf diese Zeit zurückzublicken lädt er die Bevölkerung sowie die zahlreichen Personen, welche ihn durch diese lange Zeit auf diesem Weg begleitet haben, zu einem Tag der offenen Tür ein. Programm ab 10 Uhr: Eröffnung "Geschichte der Biogasanlage sowie Mini-Biogasanlage" 10:30 Uhr: Grusswort der Gemeinde Thayngen 10:45 Uhr: Aktuelles aus dem Energieförderprogramm des Kts. Schaffhausen 11:00 Uhr: Elektrizitätswerk des Kts. Schaffhausen (EKS) und Ökostom 11:15 Uhr Geschichte der Biogasanlage Waldhof (Thomas Böhni) ab 11:45: Geführte Besichtigungen der Biogasanlage -> Die Vorträge finden in einer geheizten Halle statt. Anfahrt Der Waldhof ist vom Bahnhof Thayngen (7 Min. Fahrzeit von Schaffhausen) zu Fuss in 20 Minuten erreichbar. Per Auto gelangt man von der Hauptstrasse J 15 bei Thayngen über die Abzweigung nach Dörflingen zum Waldhof. Adresse fürs GPS: Zum Waldhof 120, 8240 Thayngen. Die Biogasanlage Nach dem Bau der ersten, einfachen Biogasanlage im Jahre 1979 wurde sie laufend erweitert. Dank dem entspricht sie auch heute noch dem aktuellen Stand der Technik und weis ausserordentlich hohe Effizienz auf. Nachfolgend wird das Funktionsprinzip der Anlage auf dem Waldhof in Thayngen vorgestellt. |
Aus dem Schweinestall wird die Gülle in die Anmischgrube geleitet, in der auch Getreidereinigungs- und Gastroabfälle zugegeben werden. Von dort wird das gemischte Material in den ersten, horizontalen Fermenter gegeben und von dort in den älteren, vertikalen Fermenter. Beide verfügen über ein Rührwerk und werden für eine optimale Vergärung mit Abwärme aus dem Biogasmotor versorgt. Anschliessend wird die vergorene Gülle zur Nachgärung und Lagerung in das Lagersilo geführt (hinten im Bild). Über diesem wird in einem Gasballon sämtliches Methan (CH4) aus den verschiedenen Gärungsschritten (inkl. Nachgärung) gespeichert. Im nächsten Schritt wird dann das Methan in einem Blockheizkraftwerk verfeuert. So wird eine Generator angetrieben, der elektrischen Strom in das Netz einspeisen kann. Daneben fällt auch viel Wärme an, die aber nicht nutzlos verpufft, sondern für die Erwärmung der Fermenter, die Heizung von Haus, Hof und Stall sowie weitere Zwecke wie Trocknung genutzt wird. Chronik 1979: Einfache Biogasanlage mit Fermenter (140 m3) und Gebläsebrenner. 1981/83 Bau Endlagersilo mit Gasballon 1982/87 1./2. Klein-Blockheizkraftwerk (12 kW) 1993: 2. Fermenter (100 m3) 1993-96 Nachrüstung für CO-Vergärung von Feststoffen und für Nächgärung 1998: Grosses Blockheizkraftwerk (65 kW) 2001: Bau Mini-Biogasanlage 2003: Neues Blockheizkraftwerk (100 kW) aktuell: Stromproduktion für 125 Haushalte (= 6% der Thaynger Haushalte) |
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