SSES-Regionalbeilage
Nordostschweiz Nr. 6, Dezember 2006
http://www.sses-nordostschweiz.ch
Webmaster
und Redaktor: Karl
Isler-Suter, Hinterdorf 34, 8239 Dörflingen
Mobile: 078 718 66 77 Büro:
052 654 10 44
E-Mail: k.isler@ikd.ch
► Nächster Redaktionsschluss: Mitte Jan. 2007 (SSES-Augabe Nr. 1, Februar 2007) _____________________________________________________________________
Inhalt
dieser Ausgabe:
|
Seite
1 Geleitwort
/ Veranstaltungen |
Seite
3 Die
einheimische Energie nutzen |
| Der
Vorstand stellt sich vor: |
|
| Markus
Aepli, Wattwil Werklehrer und Solarspielzeug-Hersteller |
|
Es
war einmal… So beginnen eigentlich die Märchen. Vor 22 Jahren bin ich
ungewollt SSES-Mitglied geworden. Dabei wollte ich nur die Zeitschrift
abonnieren. Ich hatte ein zerfallenes Abbruchobjekt gekauft und
interessierte mich für Solarenergie und Baubiologie. An der
Hauptversammlung lernte ich die engagierten Solarpioniere kennen. Das wirkte
verheerend ansteckend und prägte mein Denken und Handeln nachhaltig.
Am
eigenen Haus liessen sich viele Ideen realisieren. Die 24 Quadratmeter
Sonnenkollektoren wurden im Selbstbau erstellt und haben den Holzbedarf der
Stückholzfeuerung auf die Hälfte reduziert. Selbstverständlich laufen
Geschirrspüler und Waschmaschine direkt am Solarspeicher. Mit dem
Messgerät fühlte ich den Haushaltgeräten auf den Zahn und ersetzte sie
nach und nach mit den besten Geräten auf dem Markt. Ich wollte wissen, ob
ich den Strombedarf für mein Haus unter 2000 Kilowatt pro Jahr bringen
könnte. Dieser Zielwert wurde unterboten. Das beweist mir, dass
tatsächlich ein riesiges Energiesparpotential vorhanden wäre. Der
durchschnittliche Verbrauch liegt etwa dreimal höher.
Wenn
wir die Energiepolitik nachhaltig verändern wollen, müssen wir bei den
Jungen ansetzen. Sie sind in ein paar Jahren die Entscheidungsträger. Darum
sind mir Jugendprojekte und das Engagement in der Lehrerbildung sehr
wichtig. Zusammen mit Karl Isler habe ich vor 16 Jahren den ersten
Schweizerischen Lehrerbildungskurs entwickelt. Seither liessen sich viele
Lehrkräfte von unserer Begeisterung anstecken. Daraus hat sich unter
anderem das Mini-Solarmobilrennen entwickelt, das 2007 erstmals in Form
eines Schweizercups ausgetragen wird. Es macht mich glücklich, wenn ich
Familien sehe, die gemeinsam an ihren Fahrzeugen herumtüfteln, wenn sie
Vorrichtungen erfinden, um die Solarzellen noch besser auszurichten, um die
Energie noch effizienter zu nutzen. Was hier im Spiel geschieht, hat auch
eine Wirkung auf das eigene Verhalten im richtigen Leben.
Meine Tätigkeit im Vorstand der SSES hat zu bereichernden Freundschaften geführt, die mein Denken und Handeln entscheidend geprägt haben. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass erneuerbare Energie in jedem Haus und jedem Betrieb selbstverständlich wird. Mir ist es wichtig, dass ich ein Vorbild sein kann und dass ich selber auf dem Planeten Erde so wenig Spuren wie möglich hinterlasse – und jene, die ich hinterlasse, sollen so positiv wie möglich sein.
Markus
Aepli