SSES-Regionalbeilage Nordostschweiz Nr. 6, Dezember 2006
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Nächster Redaktionsschluss: Mitte Jan. 2007 (SSES-Augabe  Nr. 1, Februar 2007) _____________________________________________________________________

Inhalt dieser Ausgabe:

Seite 1    Geleitwort  /  Veranstaltungen
Seite 2    Werben für erneuerbare Energien

Seite 3    Die einheimische Energie nutzen
Seite 4    Aktuelles Firmen-Verzeichnis


Der Vorstand stellt sich vor:  
Markus Aepli, Wattwil,

              Werklehrer und Solarspielzeug-Hersteller

Es war einmal… So beginnen eigentlich die Märchen. Vor 22 Jahren bin ich ungewollt SSES-Mitglied geworden. Dabei wollte ich nur die Zeitschrift abonnieren. Ich hatte ein zerfallenes Abbruchobjekt gekauft und interessierte mich für Solarenergie und Baubiologie. An der Hauptversammlung lernte ich die engagierten Solarpioniere kennen. Das wirkte verheerend ansteckend und prägte mein Denken und Handeln nachhaltig.

Am eigenen Haus liessen sich viele Ideen realisieren. Die 24 Quadratmeter Sonnenkollektoren wurden im Selbstbau erstellt und haben den Holzbedarf der Stückholzfeuerung auf die Hälfte reduziert. Selbstverständlich laufen Geschirrspüler und Waschmaschine direkt am Solarspeicher. Mit dem Messgerät fühlte ich den Haushaltgeräten auf den Zahn und ersetzte sie nach und nach mit den besten Geräten auf dem Markt. Ich wollte wissen, ob ich den Strombedarf für mein Haus unter 2000 Kilowatt pro Jahr bringen könnte. Dieser Zielwert wurde unterboten. Das beweist mir, dass tatsächlich ein riesiges Energiesparpotential vorhanden wäre. Der durchschnittliche Verbrauch liegt etwa dreimal höher.

Wenn wir die Energiepolitik nachhaltig verändern wollen, müssen wir bei den Jungen ansetzen. Sie sind in ein paar Jahren die Entscheidungsträger. Darum sind mir Jugendprojekte und das Engagement in der Lehrerbildung sehr wichtig. Zusammen mit Karl Isler habe ich vor 16 Jahren den ersten Schweizerischen Lehrerbildungskurs entwickelt. Seither liessen sich viele Lehrkräfte von unserer Begeisterung anstecken. Daraus hat sich unter anderem das Mini-Solarmobilrennen entwickelt, das 2007 erstmals in Form eines Schweizercups ausgetragen wird. Es macht mich glücklich, wenn ich Familien sehe, die gemeinsam an ihren Fahrzeugen herumtüfteln, wenn sie Vorrichtungen erfinden, um die Solarzellen noch besser auszurichten, um die Energie noch effizienter zu nutzen. Was hier im Spiel geschieht, hat auch eine Wirkung auf das eigene Verhalten im richtigen Leben.

Meine Tätigkeit im Vorstand der SSES hat zu bereichernden Freundschaften geführt, die mein Denken und Handeln entscheidend geprägt haben. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass erneuerbare Energie in jedem Haus und jedem Betrieb selbstverständlich wird. Mir ist es wichtig, dass ich ein Vorbild sein kann und dass ich selber auf dem Planeten Erde so wenig Spuren wie möglich hinterlasse – und jene, die ich hinterlasse, sollen so positiv wie möglich sein.                          

Markus Aepli