SSES-Regionalbeilage
Nordostschweiz Nr. 1,
Februar 2006 - Seite 2 -
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Energie sparend und schnell errichtet
Aus
den "Schaffhauser Nachrichten" vom 11. Aug. 05
In Rheinau wurde Anfang August erstmals in der Region ein Einfamilienhaus im Minergie-P-Standard errichtet.
| Gestern
Morgen wurde am Rheinauer Volkenbachweg mit der Errichtung des
ersten Einfamilienhauses nach Minergie-P-Standard in der Region
begonnen. Dabei handelt es sich um einen Baustandard, mit dem durch
einen rationelleren Energieeinsatz und durch die Nutzung
erneuerbarer Energie die Umweltbelastung markant gesenkt werden
kann. Die Grenzwerte des Energieverbrauchs sind genau definiert
(Heizung, Warmwasser, Elektrogeräte usw.) Gegenüber einem
herkömmlichen Haus nach SIA-Normen wir f'ür ein Minergie-P-Haus
zirka zehnmal weniger Energie benötigt. Die Baukosten betragen etwa
630 Franken pro Kubikmeter beziehungsweise 5-10% mehr als bei
herkömmlicher Bauweise, jedoch können über Jahre hinweg eine
Menge Energiekosten eingespart werden. Dies ist hauptsächlich auf
Grund einer hermetischen Aussenhülle und einer Komfortlüftung
möglich, die eine Wärmeabgabe in die Umwelt weitgehend verhindern. Die Bauherren des Hauses am Volkenbachweg sind Simon und Beatrice Reutemann aus Winterthur, wobei Simon Reutemann in Rheinau aufgewachsen ist. "Wir haben in einer Zeitung von WWF gelesen, dass in Dintikon ein Minergiehaus steht, und haben es anschliessend besichtigt", erklärt er. "Wenn man heute baut, sollte man dies energieeffizient tun - alles andere ist nicht verantwortbar." Der beim Dintikoner Haus federführende Architekt hat das Ehepaar an Peter Sandri von Oechsli und Partner Architekten, Schaffhausen, verwiesen, da beide im internationalen Architektenverband Architos sind, der sich in der Erstellung von Minergie- und Passiv-Häusern in Holzrahmenbauweise spezialisiert hat. "Auch wenn das |
Haus in
einem Tag erstellt wird, handelt es sich nicht um eine Fergighaus",
erklärt Peter Sandri. "Es wird individuell geplant, ganz so,
wie es der Hausherr möchte. Die einzelnen, vor allem aus Holz
gefertigten Elemente werden dann wettergeschützt in der Halle
vorproduziert, angeliefert und aufgebaut." Dass bei
Minergie-P-Häusern die Fenster nicht geöffnet werden dürften, sei
ein Vorurteil - es sei auf Grund der kontrollierten Lüftung nur
nicht nötig - wie auch, dass man darin im Winter einen dicken
Pullover anziehen müsse. (dat.) Minergie-P-Standard Der Standard Minergie-P sorgt für einen noch tieferen Energieverbrauch als der Standard Minergie. Einige Vergleiche: - Kontrollierte Wohnungsbelüftung: erforderlich (Minergie: erforderlich) - Heizwärmebedarf: maximal 20% des SIA-Grenzwertes (Minergie: 80%) - Wärmeleistungsbedarf: maximal 10 Kilowattstunden pro m2 (Minergie: nicht vorgeschrieben) - Wärmedämmung: 20-35 cm dick (Minergie: 15-20 cm) - Wärmekennzahl: 30 Kilowattstunden pro m2 (Minergie: 42_Kilowattstunden pro m2) - Luftdichtigkeit: wird geprüft (Minergie: gut) - Energie: Die Energie von erneuerbarer Energie ist obligatorisch (Minergie: empfohlen) - Wärmeschutzverglasung: dreifach (Minergie: zweifach) - Haushaltgeräte: Typ A erforderlich (Minergie: Typ A empfohlen). |
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Das Rheinauer Minergie-P-Haus im Aufbau: |
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