SSES-Regionalbeilage Nordostschweiz  Nr. 2 / 2001 - Seite 5 -  Dörflingen, Mitte März

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Wärmepumpen

Ölheizung auf Wärmepumpenheizung umgestellt
Karl Isler, Hinterdorf 34, 8239 Dörflingen  Tel.+Fax+Box: 0878 87 77 91

Ersatz des 26-jährigen Heizkessels, dessen Brenner vom Kaminfeger nicht mehr abgenommen wurde.
Der hohe Ölpreis machte die Entscheidung für eine Wärmepumpe leicht.


Der Brenner unseres Heizkessels konnte schon vor Jahresfrist die Abgasnorm nicht mehr erfüllen, sodass wir zum Handeln gezwungen waren.

 

Mögliche Alternativen

In die engere Auswahl kamen ein Brennwertkessel, eine Pellet-Heizung oder eine Wärmepumpe. Während der Brennwertkessel  als Ölheizung ausschied,  hätte die Pellet-Heizung einen entsprechenden Tankraum benötigt.

 

Vorteile der Wärmepumpenheizung

Die Luft/Wasser-Wärmepumpe, die im Bastelraum im Keller bequem Platz fand, erwies sich bald als die optimalste Lösung. Einerseits entfällt künftig die jährliche Heizölbeschaffung ebenso wie die Kosten und Umtriebe für Kaminfeger, Tankrevision und Kaminsanierung. Andererseits erleichterte natürlich auch der auf Rekordhöhe gekletterte Ölpreis die Entscheidung zugunsten einer Wärmepumpe. Selbst auf momentanem Niveau von 50 Fr./100 kg ist der Betrieb der Wärmepumpe günstiger als das Heizen mit dem einstmals so billigen Öl.
Der ausser Betrieb gesetzte Öltank ist für eine spätere Nutzung als Regenwasser-Speicher vorgesehen.

 

Welche Wärmepumpe?

Eine Wasser/Wasser-WP mit Tiefbohrung hätte wohl unseren Garten in Mitleidenschaft gezogen und überstieg auch unsere finanziellen Möglichkeiten.

Die Luft/Wasser-Wärme-WP konnte idealerweise übers Eck platziert werden mit Ansaugöffnung auf der Südseite unter dem Balkon und Ausblasöffnung im Westen.

Luft/Wasser-WP mit zwei Kompressoren

Die neue 25 kW-Wärmepumpe von Stiebel-Eltron weist als Novum zwei verschieden grosse Kompressoren auf, die einen dreistufigen Betrieb ermöglichen: 1. Stufe allein, dito nur 2. Stufe und beide Kompressoren gemeinsam arbeitend. So ist stets der optimalste Leistungsbereich zur Verfügung.

 

Bedenken des Bauherrn

Da uns die alte Ölheizung regelmässig am Morgen früh aus dem Schlaf riss, hatten wir unsere Bedenken bei der Aufstellung der Wärmepumpe im Haus angemeldet. Die Versprechungen des Fachmanns haben sich aber mehr als erfüllt: Die Geräusche der Kompressoren sind selbst unmittelbar vor der Bastelraumtür kaum auszumachen. Sie gehen im Pumpengeräusch der Heizung völlig unter, sodass sie in den Wohnräumen nicht wahrnehmbar sind. Eine gefederte Grundplatte vermeidet im Übrigen die Übertragung von Vibrationen auf das Gebäude.

 

Warmwasser mittels separatem Boiler

Der bisherige Boiler mit aufgepfropfter Solaranlage blieb bestehen. Auf diese Weise kann der Boiler im Sommerhalbjahr vom Netz getrennt werden, sodass die Wärmepumpe dannzumal nicht zu laufen braucht um Warmwasser bereitzustellen.

 

 

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1  WP-Platzierung übers Eck im Bastelraum
 

2  Am alten Ort des Kessels fand der Heizspeicher Platz

3  Das Steuerungsgerät für den vollautomatischen Betrieb

4  Anzeigen am Speicher: Wassertemperatur und –Stand

5  Luftansaugöffnung unter dem Balkon (Süden)

6  Luftausblasöffnung gegen Westen

7  Betriebsschalter für den separaten Boiler
mit der aufgepfropften Solaranlage

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